aktualisiert 07.04.2012Erweiterung Legehennenbetrieb - Massentierhaltung
Die Firma Ruhrtaler Frisch-Ei GmbH und Co. KG hat eine Erweiterung des Betriebes um weitere 19.800 Legehennen (Bodenhaltung) beantragt. Zusammen mit dem Betrieb Ostermann käme diese Tierfabrik auf etwa 60.000 Legehennen.
Zwischen Frohnhausen und Stentrop stehen bereits zwei Betriebsgebäude mit je 19.800 Hennen. Ein Teil des Betriebes Ostermann ist in sogenannter Käfighaltung regristriert, ein anderer als Bodenhaltung. Neben dem abgebildeten Betrieb an der Palzstraße existiert noch ein Betrieb im benachbarten Warmen, Zur Tigge 6.
Da die geplante Erweiterung die Grenze von 40.000 Tieren (gemäß Nr. 7.1 Spalte 1 Anhang 1 der 4. BImSchV sowie 7.1.2 Spalte 2 Anlage 1 UVPG) überschreitet, ist nun erstmals die Öffentlichkeit zu beteiligen.
Ansiedlung von Massentierhaltungsanlagen lenken
08.02.2012 - Bereits im Mai 2011 hatte der BUND in einem Offenen Brief an die Stadt Fröndenberg auf die Möglichkeiten hingewiesen, die Ansiedlung von Massentierhaltungsanlagen zu steuern. Es entstand eine Diskussion bei der zuletzt der Hauptausschuss am 30.11.11 das Thema zurück an den Umweltausschuss verwies. Doch auch auf der Tagesordnung der ASU-Sitzung am 09.02.12 taucht das Thema nicht auf.
Dies und die aktuell erneut bundesweit aufgeflammte Diskussion um die Auswirkungen von derartigen Tierfabriken, hat der BUND zum Anlass genommen, die Verwaltung mit zwei Beispielen aus anderen Kommunen zu versorgen.
Dabei zeigt ein Urteil des BVerwG die Möglichkeit für die Kommunen auf, die von diesen Anlagen ausgehenden Umweltbelastungen weiter einzuschränken. Entscheidend ist dabei die Ausweisung von Sondergebieten und die Anwendung des Vorsorgegebotes.
Pressemitteilung vom 08.02.2012
Urteil Bundesverwaltungsgericht (BVerwG 4 CN 5.01)
ZOOM ZDF-Bericht "Tödliche Keime aus der Massentierhaltung" (25.01.2012)





